IIn der Industrie wird seit Jahren darüber gesprochen, dass sich junge Menschen immer seltener für MINT-Fächer entscheiden und wir deshalb einen anhaltenden Mangel an Ingenieurinnen und Ingenieuren haben. Gleichzeitig haben wir uns selbst gefragt: Was tun wir eigentlich konkret dafür, dass junge Menschen wirklich sehen, was moderne Industrie heute bedeutet?
In unserem Unternehmen haben wir bereits früher Job-Shadowing-Tage sowie Tage der offenen Tür für die Familien unserer Mitarbeitenden organisiert. Ziel war es, zu zeigen, womit wir uns täglich beschäftigen und welche Möglichkeiten die Industrie heute bietet. In diesem Jahr haben wir uns jedoch für eine kleine Veränderung entschieden: Wir organisieren solche Einblicke nicht mehr nur als einzelne Veranstaltungen, sondern machen sie ganz bewusst zu einem Teil unseres normalen Arbeitsalltags.
Wir haben damit begonnen, kleine Schulklassen bei uns zu empfangen. Auch die Kinder unserer Mitarbeitenden können selbst vorbeikommen und einen Freund oder eine Freundin mitbringen, um zu sehen, was bei uns tatsächlich gemacht wird und wie der eine oder andere Beruf heute aussieht.
Den Anfang machten im Januar Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse der Reaalkool. Im Februar begleitete Sten vom Pirita Wirtschaftsgymnasium einen Tag lang unseren Produktionsleiter. Und in der vergangenen Woche verbrachte Henry vom Viimsi Gymnasium einen Tag an der Seite unserer Geschäftsführerin. Positive Eindrücke und viele neugierige Fragen gab es dabei sowohl bei uns als auch bei den Jugendlichen.
Manchmal denken wir vielleicht, was diese „Schneeflocken“ eigentlich wissen. In Wirklichkeit brauchen sie einfach mehr Möglichkeiten, das echte Leben zu sehen und daran teilzunehmen. Und dann wird ziemlich schnell klar, dass aus so manchem Mädchen oder Jungen ein sehr engagierter und arbeitsbereiter junger Mensch wird – ganz egal, für welchen Beruf er oder sie sich später entscheidet.